_stories_
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english / german
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|:::gore, neuseeland, 17.12.04 ::: alpen am anderen ende der welt | nachdem wir am samstag abend also vorzueglich aufgekocht und gespeist hatten verbrachten wir noch einen netten abend mit christine und stuart, von denen wir uns am sonntag vormittag verabschiedeten. gemuetlich ging es weiter richtung sueden, mit kurzen stops in greymouth und hokitika und auch in hari hari. am nachmittag marschierten wir zum franz josef gletscher der mit seiner langen gletscherzunge hier fast ins meer hineinschleckt was doch selten wo vorkommt. leider war es ziemlich nebelig und am rueckweg begann es zu regnen. nicht sehr viel weiter suedlich gab es dann noch den fox gletscher zu sehen, doch diesmal ging aufgrund des regens nur pesef hinauf um die extraportion eis zu betrachten. und nachdem wir diese zwei gletscher mit ihren angehaengten touristendoerfern hinter uns gelassen hatten campierten wir an einem netten kleinen see, wo das department of conservation (kurz doc) einen campingplatz eingerichet hatte.
am montag in der frueh ging es nach dem fruehstueck runter zum strand, wo es angeblich pinguine und robben zu sehen gibt, aber fuer uns gab es nur ein wildes meer, strand, steine und sonne. weiter ging es dann ueber den haast pass hinauf in die region namens otago. hier erwarteten uns bereits schneebedeckte berge und es war auch spuerbar kuehler. unterwegs blieben wir gelegentlich stehen, schauten uns einen wasserfall und ein paar flussbecken mit unglaublich blauer farbe an. an zwei grossen seen vorbei kamen wir letztendlich in wanaka an, das fuer manche leute wohl sicher ein aeusserst schoenes platzerl darstellt, fuer oesterreicher und schweizer wohl nichts all zu besonderes ist. wie dem auch sei, nach einem spaziergang durch das dorf fuhren wir raus um uns ein nettes platzerl zum campieren zu suchen. dieses war auch relativ schnell gefunden, dort ein abendessen gekocht und noch auf der ruhigen strasse spazieren gegangen. dort sah man eine wirliche unmenge von ueberfahrenen tieren aller art, kein schoener anblick.
die nacht war eine sehr kalte welche und wir schliefen nicht sonderlich gut, aber schoen schauten wir als in der frueh das eis nicht nur an der aussenseite der windschutzscheibe sondern auch innen anlag und aufgrund der nur selten funktionierenden heizung unseres kraftfahrzeuges nuetzten wir also die waerme einiger kerzen um uns freie sicht zu verschaffen. nach ein paar kilometern bremsten wir scharf ein denn da hangen an einem zaun etliche bh's - und zwar hunderte - der legendaere "bra fence", wir hatten ihn also durch zufall entdeckt, da schau an. bald waren wir in queenstown, der selbsternannten (sport)abenteuerhauptstadt der welt wo wir uns am seeufer ein fruehstueck kochten und alsbald diese seltsame stadt hinter uns liessen und am see weiterfuhren nach glenorchy, ein kleines nest von dem aus man zu einem ort namens paradise fahren kann, was wir natuerlich machten. eine schotterstrasse durch etliche furten und viele kilometer brachte uns also ins paradies, wenn auch nur temporaer. dort wanderten wir ueber felder und wiesen, genossen den sonnigen nachmittag und auch eine jause. bei der rueckfahrt nahmen wir noch einen autostopper mit der einen riesigen rucksack mit fallschirm dabei hatte. er wohnte in glenorchy und seine freundin arbeitet beim doc wo sie uns zeigten wo wir fein campieren konnten. so fanden wir uns also nach einem kaffee in glenorchy am fruehen abend am lake moke wieder, einem kleinen see in den bergen, nur 16 km von queenstown weg, eine voellig andere welt. hier gibt es mehr oder minder nichts, nur ganz wenig leute campierten hier, voellige ruhe, ein wunderschoener see mit bergen rundherum, schafe ueberall und einfach eine herrliche natur. wir genossen es so richtig, sassen bei kerzenlicht lange vor dem bus und schliefen in dieser nacht sehr gut. um 6 uhr in der frueh wurden wir bereits munter und als wir aus dem fenster schauten beschlossen wir spontan gleich aufzustehen. nach einem feinen fruehstueck wanderten wir um den ruhigen see in dem sich die umliegenden berge spiegelten und leider zogen noch am vormittag wolken heran die regen mit sich brachten. gegen mittag ging uns das gas aus und so mussten wir nach queenstown runter fahren um unsere gasflasche auffuellen zu lassen. die tankwaertin war auesserst kompetent und freundlich und auch im infocenter behandelte man uns sehr hoeflich. noch ein kurzer gang zum supermarkt und dann wieder zurueck zum campingplatz am lake moke. dort hatte eine tschechin die wir leider nicht naeher kennenlernten bereits auch letzte nacht campiert und diese welche machte sich kurz nach unserer wieder-ankuft auf den weg, packte ihre sachen und fuhr mit ihrem bus weg. nur wenige minuten spaeter kam sie wieder zurueck, parkte ihren bus vor dem campingplatz und war verschwunden. irgendwie kam uns das etwas seltsam vor. mittlerweile regnete es in einer dur und irgendwie machten wir uns nach einigen stunden sorgen um die tschechin. wir hatten den eindruck als waere sie neu im land und vielleicht ein wenig verloren und wussten nicht so recht wo sie sein koennte. als sie um 9 uhr abends immer noch nicht zurueck war und die aufgezogenen nebelschwaden die ganze gegend so richtig schoen gruselig erscheinen liessen beschlossen wir ins tal zu fahren und in queenstown bei der polizei unsere sorgen zu auessern. dort gaben wir alle details an und wurden extrem dankbar angehoert. es fuhren auch gleich zwei polizisten rauf und hinterliessen eine mitteilung auf ihrem auto dass sie sich bei ihrer rueckkehr melden sollte. wir gingen noch eine runde durch queenstown, eine wirklich eigenartige staedt. queenstown ist der (teilweise gelungene) versuch ein alpendorf nachzubauen und es quillt nur so ueber mit touristen. geld spielt hier eine enorm wichtige rolle und das fortgehen ebenso. wir schliefen in unserem bus direkt am see, nur wenige meter vom novotel.
gestern vormittag erwachten wir um zu bemerkten dass wir eigentlich um diese zeit bereits fuers parken bezahlen muessten, hatten aber gottseidank kein ticket auf unserem bus, gingen trotzdem zur polizei, wo man uns beruhigte und mitteilte dass sie mit jemandem gesprochen hatten der die tschechin kennt und sie als abenteuerlustig beschrieben hat und sie deswegen annehmen dass sie zu einer mehrtaegigen wanderung aufgebrochen war. alles klar, wunderbar. so fruehstueckten wir also wieder am see, bei wind und sonnenschein und so gegen mittag verliessen wir queenstown um bei der stadtausfahrt drei autostopper mitzunehmen bis zu einer bruecke etliche kilometer ausserhalb von queenstown. dort warfen sich leute alle paar minuten in die tiefe und wirklich alle von ihnen hatten etliche hundert dollaren hingelegt um auch an ein gummiseil angehaengt zu werden. der deutsche von den drei autostoppern hatte das in den letzten tagen auch etliche male gemacht und zeigte uns stolz diverse videoaufzeichnungen von seinen spruengen auf seiner digitalkamera.
am nachmittag fuhren wir also am see entlang richtung sueden, speisten auf einem netten platzerl in der sonne und liessen unsere vom vortag nassen sachen trocknen. und dann ging es dahin bis wir im southland waren, dem suedlichsten bezirk von neuseeland's suedinsel. dort fuhren wir nach gore wo wir nicht nur unseren alten freund, den state highway number one wieder trafen sondern auch kate vom hospitalityclub. die gute frau war zwar gerade dabei mit ihrer wg-kollegin marry fortzugehen, doch kate's sohn (in unserem alter) war auch gerade zuhause und wir verratschten mit ihm einen gemuetlichen abend.
heute schliefen wir erst einmal aus und dann ging es zur lokalen kunstgalerie die uns mit einer exzellenten ausstellung ueberraschte. danach besuchten wir noch das museum in dem die geschichte von schnapsbrennern erzaehlt wird, bis ins letzte detail hinein. denn hier war gute 50 jahre lang jeglicher alkohol(konsum) verboten und natuerlich wurde auf div. hoefen in den huegel und bergen fleissigst gebrannt was zu recht lustigen erzaehlungen fuehrte.
heute nachmittag spazierten wir ein wenig durch die gegend, aber der regen trieb uns bald wieder zurueck ins haus, was auch nichts ausmachten. | | 1 Kommentar |
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